Verband der Einzelimporteure internationaler Arzneimittel e. V.

Der Verband VEIA

Ziel des Verbands ist die Sicherung der ordnungsgemäßen Versorgung der Bevölkerung mit einzelimportierten internationalen Arzneimitteln.

Der Verband dient der Zusammenarbeit aller an diesem Ziel interessierten Kräfte, insbesondere der Zusammenarbeit seiner Mitglieder mit den gesetzgebenden Körperschaften, der Verwaltung sowie den Organisationen und Unternehmen des Gesundheitswesens.

Die gesetzliche Grundlage für den Einzelimport ist im Paragraphen 73 Absatz 3 des Arzneimittelgesetzes geregelt.

In Deutschland dürfen grundsätzlich nur solche Arzneimittel gehandelt und verordnet werden, die in Deutschland zugelassen oder registriert sind. Ist jedoch ein Arzneimittel in Deutschland nicht verfügbar und wird aber für die Therapie benötigt, darf ausnahmsweise ein nicht in Deutschland zugelassenes Arzneimittel eingeführt werden. Diese Möglichkeit ist seit über 30 Jahren explizit im Arzneimittelgesetz erlaubt und unterliegt den folgenden Rahmenbedingungen:

Das Arzneimittel muss im Herkunftsland rechtmäßig im Verkehr sein

Es darf in Deutschland kein Äquivalent in Bezug auf Inhaltsstoffe, Stärke und Indikation geben

Das Arzneimittel muss von einer Apotheke bestellt werden und dort an den Patienten abgegeben werden

Es darf nur in kleinen Mengen bestellt werden

Eine Vorratshaltung ist nicht erlaubt

Der Gesetzgeber möchte, dass Patienten bei Lücken in der Versorgung auf internationale Arzneimittel zurückgreifen können.

Beispiele für Einzelimporte

Einfuhr von Produkten, für die es in Deutschland temporäre Lieferengpässe gibt

Einfuhr von Arzneimitteln, die in Deutschland noch nicht zugelassen sind bzw. deren Zulassung in Deutschland später als in anderen Ländern erfolgt

Einfuhr von Arzneimitteln gegen Krankheiten, die bei uns selten sind und für die eine Zulassung in Deutschland nicht wirtschaftlich wäre.

Einfuhr von Arzneimitteln mit anderen Hilfsstoffen, beispielsweise bei Unverträglichkeiten oder Allergien