Verband der Einzelimporteure internationaler Arzneimittel e. V.

Panikmache gilt nicht

VEIA-Vorsitzende kritisiert “Bild”-Meldung

(Berlin, 15.09.2015) Das Lieferengpass-Problem bei Arzneimitteln ist nicht größer geworden, so die Vorsitzende des Verbandes der Einzelimporteure Internationaler Arzneimittel (VEIA), Sabine Paukert, in Bezug auf eine Bildzeitungsmeldung vom Montag, 7.9,2015. Dort wird unter dem Titel “Regierung plant Gesetz gegen Arznei-Notstand” behauptet, Arzneimittelhersteller würden die Produktion gut eingeführter Medikamente vernachlässigen und stattdessen in neue, teure Therapien investieren. Als Beispiel wurde das Krebstherapeutikum Melphalan verwiesen. Als Ausweg solle Krankenkassen die Möglichkeit gegeben werden, mehr Direktverträge abzuschließen, um die Hersteller stärker in die Pflicht zu nehmen.

Dazu erklären die Einzelimporteure:

  1. Das angeführte Therapeutikum ist trotz Lieferengpässen über Einzelimporteure in kleinen Mengen weiterhin verfügbar.
  2. Aus unseren Beobachtungen nicht lieferbarer Arzneimittel wissen wir inzwischen, dass das Problem kein gesundheitsgefährdendes Problem ist.
  3. Die meisten Lieferengpässe treten infolge der aus Kostengründen erfolgten Konzentration auf wenige weltweite Standorte auf.
  4. Auslöser für zahlreiche Produktionsengpässe sind zudem gerade Direktverträge, die aufgrund des damit einhergehenden schlagartigen Volumenzuwachses zu vorübergehenden Produktionsengpässen führen.
  5. Für diese aufgrund von Direktverträgen auftretenden Lieferengpässe stehen in den meisten Fällen wirkstoffgleiche oder -ähnliche Produkte zur Verfügung.
  6. Wir beobachten keinen signifikanten Zuwachs von Einzelimporten, wie er aufgrund steigender Lieferengpässe zu erwarten wäre.

Die Einzelimporteure analysieren Marktentwicklungen und Veränderungen sehr aufmerksam. Aus ihrer Sicht sind die geäußerten Alarmrufe nicht gerechtfertigt. “Wir fordern alle auf, nicht leichtfertig mit den Ängsten von Patienten und Versicherten zu spielen”, so Sabine Paukert wörtlich. Aus Sicht des VEIA ist die jetzt gefundene Lösung, die über das BfArm veröffentliche Liste “Nicht lieferbarer Arzneimittel” die richtige Maßnahme, um verantwortlich mit dem Thema umzugehen.

Die Bild-Meldung:

http://www.bild.de/politik/inland/bundesregierung/plant-gesetz-gegen-arzneimittel-notstand-42458940.bild.html

Der Einzelimport Internationaler Arzneimittel gewährleistet dauerhaft Therapiefreiheit bei hoher Arzneimittelsicherheit und vernachlässigbaren Kosten. Die im Verband der Einzelimporteure internationaler Arzneimittel (VEIA) zusammengeschlossenen Unternehmen setzen sich dafür ein, dass die therapeutisch notwendigen Arzneimittel der gesamten Welt in Deutschland schnell, sicher und kosteneffizient über den kompetenten Apotheker an Patienten abgegeben werden können.