Verband der Einzelimporteure internationaler Arzneimittel e. V.

VEIA sieht auch im Gesundheitssystem 2030 Bedarf für schnelle und sichere Dienstleistung

Der Libero der Arzneimittelversorgung

(Berlin, 25.7.2014) Die Rolle des Einzelimportes im Gesundheitswesen des Jahres 2030 stand im Mittelpunkt der VEIA Mitgliederversammlung am Freitag, 25.7. in Berlin. "Gerade wir als kleine Unternehmen müssen uns frühzeitig mit den Erwartungen unserer Kunden beschäftigen", so die Vorsitzende des Verbandes, Frau Sabine Paukert, zur Begründung. "Wir sind der Libero der Arzneimittelversorgung", wählte Frau Paukert ein Bild aus der Fußballwelt.

"Wir erkennen Lücken, die es in der Arzneimittelversorgung immer wieder gibt. Und wir können diese schnell und unbürokratisch schließen", formuliert Sabine Paukert das Ergebnis der Strategieklausur. Im Verband der Einzelimporteure Internationaler Arzneimittel VEIA haben sich die führenden Einzelimporteure internationaler Arzneimittel zusammengeschlossen.

APOTHEKENMARKT VOR TIEFGREIFENDEN VERÄNDERUNGEN

Als Einstieg für die Diskussion hatte Dr. Joachim Krotz, Partner der internationalen Unternehmensberatung Oliver Wyman die Herausforderungen für die Arzneimittelversorgung 2030 skizziert. Klar ist, dass die Arzneimittelversorgung vor großen Veränderungen steht. Die Erwartungen des Beraters: Die Zahl der Apotheken wird zurückgehen, die Anzahl der Filialapotheken wird auf einen Anteil von 30% steigen und Arzneimittelhersteller, Großhandel und Apotheken müssen um neue Geschäftsmodelle ringen. Und: Neue Wettbewerber aus dem Bereich Logistik und der Informationstechnologie drängen in den Markt. 

WAS ERWARTET DER ÄLTER WERDENDE KUNDE DER ZUKUNFT VON SEINER APOTHEKE? 

Apotheken, die Kunden der Arzneimittelimporteure, können dabei auf ein wachsendes Kunden- und Nachfragepotential setzen. Die demographische Entwicklung führt zu einem wachsenden Bedarf. Und die Bereitschaft der Menschen, für Gesundheitsleistungen auch eigene finanzielle Mittel einzusetzen, wächst. In sechs Thesen skizzierte Dr. Krotz diese Trends:

Die Apotheke der Zukunft ist (1) als lokales Gesundheitszentrum positioniert und übernimmt zunehmende Aufgaben der der Beratung, Prävention, der Erläuterung der Diagnose, des Therapiemanagements und der Nachsorge, Wohnortnähe (2) ist insbesondere für ältere Patienten immer wichtiger - und ist diese nicht gewährleistet (z B auf dem Land), kommt die Apotheke zu den Patienten, die Apotheke der Zukunft wird (3) als Fach- und sozialer Ansprechpartner weitere Rollen außerhalb der reinen Medikamentenabgabe übernehmen,  die Beratung der Patienten (v.a. der älteren Kunden) wird (4) zunehmend zweitaufwändiger, vielfältige Serviceleistungen (z.B. Botendienste) werden (5) zunehmen und auch das Thema Medikations- und Therapiemanagement gewinnt (6) an Bedeutung. Die Konsequenz daraus liegt für Dr. Krotz auf der Hand: Als Gesundheitsunternehmer muss der Apotheker neue Wünsche und Bedürfnisse seiner Kunden erkennen und, gemeinsam mit Partnern und eingebunden in die Netzwerke des Gesundheitssystems (Krankenkassen, Versicherungen, Krankenhäuser, Haus- und Fachärzte, HealthCare Provider, ...) erfüllen. Dr. Krotz fordert dabei weniger Fixierung auf die Politik und mehr eine unternehmerische Ausrichtung am Kunden: Die Zeit der Versorgung ist endgültig vorbei. Auch die Apotheke wechselt ins Dienstleistungszeitalter.

VEIA-EINZELIMPORTEUR ALS PARTNER EINER QUALITÄTSBEWUSSTEN ARZNEIMITTELVERSORGUNG

In einer veränderten Gesundheitslandschaft behalten Einzelimporteure ihre Rolle, so der Tenor der nachfolgenden Diskussion. Eine Ursache: Die Störungen zwischen weltweit agierenden Pharmaunternehmen und den national organisierten Gesundheitsmärkten nehmen weiter zu. Die aktuell diskutierten Themen "Lieferengpässe" und "Arzneimittelfäschungen" sind nur zwei dieser Themen. Selbstbewusst verweisen die Einzelimporteure darauf, dass sie oftmals Versorgungslücken schließen, wenn selbst Hersteller nicht mehr liefern können. Mit einem langfristig aufgebauten und qualifizierten Partnersystem und der Auslieferung über die Apotheke geben die VEIA-Einzelimporteure Schutz vor Fälschungen und eine qualifizierte Anwendungsberatung. 

Das Thema Fälschungssicherheit bleibt dabei auf der Tagesordnung der Einzelimporteure. Durch verbesserten Informationsaustausch untereinander werden die VEIA-Importeure ihre Rolle als sicherer und verlässlicher Partner der Apotheken weiter ausbauen.

Der Einzelimport Internationaler Arzneimittel gewährleistet dauerhaft Therapiefreiheit bei hoher Arzneimittelsicherheit und vernachlässigbaren Kosten. Die im Verband der Einzelimporteure internationaler Arzneimittel (VEIA) zusammengeschlossenen Unternehmen setzen sich dafür ein, dass die therapeutisch notwendigen Arzneimittel der gesamten Welt in Deutschland schnell, sicher und kosteneffizient über den kompetenten Apotheker an Patienten abgegeben werden können.